Beim traditionsreichen Osterturnier in Utrecht traten über die Osterfeiertage hinweg rund 720 Ringerinnen und Ringer aus zahlreichen Nationen gegeneinander an. Von Karfreitag bis Ostersonntag wurden in verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen die Sieger ermittelt.
Der TuS Bingen-Büdesheim war mit Herohii Lytovchenko, Vlad Krontshev, Nikita Reimche, Felix Metzker und Yusuf Bayram vertreten. Betreut wurde das Team von den Trainern Slawa Maier, Wadim Zimbelmann und Numan Bayram. Auch einige Eltern begleiteten die Mannschaft und unterstützten vor Ort.
Neben den sportlichen Herausforderungen stand vor allem der Teamgedanke im Vordergrund. Gemeinsame Aktivitäten – wie ein Grillabend – stärkten den Zusammenhalt und machten die Reise auch abseits der Matte zu einem vollen Erfolg.
Das Osterturnier in Utrecht hat sich längst als feste Größe im internationalen Jugendringen etabliert. Athletinnen und Athleten aus Ländern wie Kanada, Slowenien, Frankreich, Tschechien, Österreich, Griechenland, Deutschland und den Niederlanden sorgten für ein stark besetztes Teilnehmerfeld.
Allein in der Altersklasse der 15- bis 17-Jährigen gingen 174 Starter auf die Matte – darunter auch Herohii, Vlad, Nikita und Felix. Yusuf Bayram trat in der Altersklasse der 18- bis 21-Jährigen an, in der insgesamt 101 Teilnehmer gemeldet waren. Gekämpft wurde im K.-o.- bzw. Poolsystem bei einer Kampfzeit von maximal zwei Mal zwei Minuten.
Für Herohii, Vlad und Felix war das Turnier eine wertvolle Erfahrung auf internationalem Niveau. Gegen starke Gegner aus Tschechien, Slowenien und Österreich mussten sie sich in den Qualifikationsrunden geschlagen geben.
Am Finaltag waren somit noch Yusuf Bayram und Nikita Reimche im Rennen. Yusuf überzeugte zunächst mit zwei Siegen durch technische Überlegenheit. In den folgenden Kämpfen musste er sich jedoch ebenfalls technisch geschlagen geben und belegte am Ende einen respektablen 7. Platz in der Gewichtsklasse bis 72 kg (22 Teilnehmer).
Besonders erfolgreich verlief das Turnier für Nikita Reimche in der 48-kg-Klasse: Nach einem Schultersieg gegen einen Gegner aus der Ukraine zog er weiter ins Turnier ein. Trotz einer Niederlage gegen einen starken Kontrahenten kämpfte er sich bis ins Duell um Platz zwei vor. Dort entschied letztlich die letzte Wertung bei einem Punktestand von 6:6 gegen ihn – und sicherte ihm dennoch einen hervorragenden dritten Platz.
Die Teilnahme an internationalen Turnieren wie diesem ist für die Entwicklung der Nachwuchsringer von großer Bedeutung. Neue Gegner, andere Stilarten und das hohe Niveau bieten wichtige Impulse für Training und Wettkampf.
Die Trainer werden die gesammelten Eindrücke nun gezielt in die Trainingsarbeit einfließen lassen – mit dem Ziel, Technik, Taktik und strategisches Verhalten weiter zu verbessern. Denn Fragen wie „Welchen Griff setze ich wann an?“ oder „Wie zwinge ich meinen Gegner zu Fehlern?“ sind entscheidend für den Erfolg auf der Matte.